Patientensicherheit

Kapsel-Pathologie

Nach der Explantation werden die Kapsel und jegliche ungewöhnliche Flüssigkeit zur pathologischen Untersuchung gesendet. Dies ist kein optionaler Schritt — es ist Teil der evidenzbasierten chirurgischen Versorgung, insbesondere für Patientinnen mit strukturierten Implantaten, Schwellung oder unerklärlichen Symptomen.

Was ist Kapselpathologie?

Die Kapsel ist die Narbengewebsschicht, die der Körper um jedes Brustimplantat bildet. Nach chirurgischer Entfernung wird das Kapselgewebe an einen Pathologen gesendet, der:

Warum es wichtig ist

BIA-ALCL Screening

Brustimplantat-assoziiertes anaplastisches großzelliges Lymphom (BIA-ALCL) ist ein seltenes Lymphom, das primär mit strukturierten Brustimplantaten in Verbindung gebracht wird. Frühe Erkennung durch Kapsel- und Flüssigkeits-Pathologie rettet Leben.

Atypische Befunde

Manchmal zeigt die Pathologie Befunde, die Nachsorge rechtfertigen — entzündliche Muster, Fremdkörperreaktionen, Verkalkungen, andere seltene Befunde.

Seelenfrieden

Für Patientinnen, die sich aus BII-Bedenken zur Explantation entschieden haben, bietet ein klarer Pathologiebericht Beruhigung.

Was zu fragen ist vor der Operation

Vor Ihrer Operation bestätigen:

  • Wird meine Kapsel zur Pathologie gesendet?
  • Was wird analysiert (Kapsel, Flüssigkeit, Lymphknoten falls vorhanden)?
  • Wer ist der Pathologe?
  • Wie lange dauern die Ergebnisse?
  • Wird der Bericht direkt mit mir geteilt?

FDA- und EMA-Leitlinien

Sowohl die US-FDA als auch die Europäische Arzneimittelagentur empfehlen pathologische Analyse von Implantatkapseln in der Explantationschirurgie, insbesondere für strukturierte Implantate. Dies ist etablierter Versorgungsstandard.

Pathologie ist Standard in unserer Praxis

Alle Explantationskapseln werden zur pathologischen Analyse gesendet. Ergebnisse werden in voller Transparenz mit Patientinnen geteilt.

WhatsApp Beratung